Suchthilfe

23.05.2024
Ausgabe 3/2024
2 min. Lesedauer

In den USA sind die Fentanyl-Vergiftungen bei Kindern unter sechs Jahren enorm gestiegen. Das geht aus einem Bericht des New England Journal of Medicine hervor (2024; doi.org/10.1056/NEJMc2313270). Während es im Jahr 2013 noch fünf Nachfragen bei einer der 55 Giftnotrufzentralen der USA gab, waren es im Jahr 2023 insgesamt 539. So Wissenschaftler der Oregon Health and Science University in Portland, die Daten des National Poison Data System analysierten. Fentanyl-Vergiftungen betrafen vor allem Kleinkinder, das Durchschnittsalter lag bei 1,6 Jahren. Sie aßen z. B. Süßigkeiten aus einer Tüte, in der zuvor Fentanyl aufbewahrt worden war.

Unspezifischer Rückenschmerz

23.05.2024
Ausgabe 3/2024
3 min. Lesedauer

I.v.-Drogenkonsum gehört mit zu den wichtigsten Risikofaktoren eines spinalen Epiduralabszesses. Er kann durch Ausbreitung per continuitatem von einer benachbarten Infektionsstelle (z. B. Spondylodiszitis, Spondylarthritis oder paravertebraler Abszess) oder auch durch hämatogene Streuung im Rahmen einer Bakteriämie entstehen. Häufigster Erreger ist Staphylcoccus aureus einschließlich der MRSA-Formen. Betroffen sind vorwiegend die lumbalen Segmente der Wirbelsäule, gefolgt von den thorakalen und den zervikalen Abschnitten. Zervikale Verlaufsformen sind häufiger mit intravenösem Drogenabusus vergesellschaftet.

Suchthilfe

23.05.2024
Ausgabe 3/2024
4 min. Lesedauer

Der Hamburger Verein Frauenperspektiven e. V. (frauenperspektiven.de) fördert bereits seit 1989 frauenspezifische Angebote in der Suchthilfe. Er bietet Suchtberatung, Suchtprävention und Fortbildungen für Fachkräfte an. Nadja Borlinghaus leitet dort die Suchtberatungsstelle. Ursula Katthöfer (textwiese.com) fragte sie nach den besonderen Herausforderungen der Suchthilfe für Frauen und Mädchen.

Substitutionsbericht

11.04.2024
Ausgabe 2/2024
1 min. Lesedauer

Die Zahl der substituierenden Ärzte in Deutschland hat sich in den vergangenen beiden Jahren kaum verändert. Das geht aus dem Bericht zum Substitutionsregister des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hervor. Im Jahr 2023 waren 2.436 Substitutionsmediziner tätig, acht weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Patienten stieg um 400 auf insgesamt 81.600. Levomethadon wurde am häufigsten verordnet (38,3 %). Damit stieg der Anteil des Medikaments am Gesamtvolumen erneut (2022: 37,8 %). Die Zahl der unerlaubten Doppelbehandlungen von Patienten sank 2023 leicht auf 269 (2022: 284). Substituierende Praxen sind bundesweit nach wie vor sehr ungleich verteilt. In zahlreichen ländlichen Gebieten gibt es keine Versorgung.

Fentanyl

11.04.2024
Ausgabe 2/2024
3 min. Lesedauer

Fentanyl und andere Opioide sorgen in den letzten Jahren zunehmend für Besorgnis. Gründe dafür sind die kontinuierliche Verschärfung der Situation in Nordamerika und die angekündigte Einschränkung des Opiumanbaus in Afghanistan, aber auch Entwicklungen in Europa. Dazu gehören z. B. die (mittlerweile als überwunden geltende) Fentanylkrise in Estland sowie Meldungen aus dem Jahr 2023 aus Dublin und Birmingham, in denen die Beimengung hochpotenter, illegal hergestellter Opioide im Heroin zu Not- und Todesfällen führte. Auch in Deutschland wird Fentanyl schon seit vielen Jahren konsumiert (vgl. subletter 05/23). Hierbei handelt es sich nach allem, was bekannt ist, um pharmazeutisch hergestelltes Fentanyl (z. B. Auskochen und Injizieren von Pflasterinhaltsstoffen). Die Substanz war in den Jahren 2021 und 2022 an knapp 200 drogenbedingten Todesfällen beteiligt (2021: 102, 2022: 83).