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JahresberichtTrend zu hochriskantem Mischkonsum

06.08.2026
Ausgabe 3/2026
1 min. Lesedauer

Die 12-Monats-Prävalenz des Konsums irgendeiner illegalen Substanz in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung ist stabil: Sie lag im Jahr 2024 mit 3,7% nahezu gleichauf mit der Vorerhebung im Jahr 2021 (3,6%). Auch bezüglich des Konsums von Cannabis waren 2024 keine signifikanten Veränderungen zu verzeichnen. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD, dbdd.de) zur Situation illegaler Drogen in Deutschland hervor, der im Februar 2026 vorgestellt wurde.

SubstanzmissbrauchKetamin wird zunehmend als Partydroge missbraucht

06.08.2026
Ausgabe 3/2026
2 min. Lesedauer

Ursprünglich wurde das Narkosemittel Ketamin zur raschen Schmerzausschaltung und Sedierung bei der Narkoseeinleitung entwickelt. Off label ist es zugelassen bei Erwachsenen mit Major Depression – unter engmaschiger Überwachung in spezialisierten Zentren. Zunehmend wird es aber auch als Partydroge und beim sogenannten „Chem-Sex“ zur sexuellen Stimulation genutzt. Und auch zur Selbstmedikation bei Depressionen oder Angststörung wird Ketamin häufiger ohne therapeutische Begleitung eingesetzt. Hierbei wird Ketamin meist nasal appliziert.

ReformbedarfDer Verein akzept fordert, Diamorphin mit anderen Substitutionsmitteln gleichzustellen

06.08.2026
Ausgabe 3/2026
2 min. Lesedauer

In Deutschland bleibt das Potenzial der diamorphingestützten Behandlung weitgehend ungenutzt, so akzept e.V., Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik. Erfahrungen aus der Schweiz zeigten, dass die Behandlung die gesundheitliche und soziale Stabilität der Drogenkonsumierenden verbessere, den illegalen Konsum reduziere und öffentliche Räume entlaste. In Deutschland gebe es hingegen restriktive Vorgaben und begrenzte Behandlungskapazitäten. Die lebensrettende Behandlung dürfe nicht an Bürokratie und mangelnden Finanzen scheitern.

Schadensminimierung„Drug-Checking stärkt die Eigenverantwortung!“

06.08.2026
Ausgabe 3/2026
4 min. Lesedauer

Um psychoaktive Substanzen wie Psilocybin, Kokain, LSD, THC/CBD und MDMA ohne Labor zu analysieren, hat der Mikrobiologe Dr. Felix Blei mit seinem Team QTest Kits entwickelt. Er startete an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, aus der er die Leadix GmbH ausgründete (miraculix-lab.de). Das Unternehmen vertreibt die Tests an Endverbraucher. Außerdem bietet es im Auftrag des Thüringer Gesundheitsministeriums Drug-Checking bei Events an. Ende Juni feierte Leadix sein fünfjähriges Bestehen mit einer Fachkonferenz. Ursula Katthöfer (textwiese.com) sprach mit seinem Gründer.